Tennis-Einlagen: Entwickelt für schnelle Richtungswechsel

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Tennis-Einlagen: Entwickelt für schnelle Richtungswechsel

Tennis-Einlagen werden gezielt auf die besonderen Belastungen des Sports abgestimmt, um Stabilität, Halt und eine effiziente Kraftübertragung zu unterstützen.

Beim Tennis spielen treten durch die spezifischen Bewegungen Kräfte auf, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Während beim Laufen vor allem die Vorwärtsbewegung im Mittelpunkt steht, dominieren auf dem Tennisplatz kurze Sprints, abrupte Stopps und explosive Richtungswechsel. Genau deshalb unterscheiden sich Tennis-Einlagen grundlegend von herkömmlichen Sporteinlagen. In diesem Artikel beleuchten wir die speziell für den Einsatz beim Tennis entwickelten Elemente, auf deren Basis die Einlagen individuell an die individuellen biomechanischen Anforderungen eurer Füße designt werden.

waltergo Tenniseinlage

Das Wichtigste in Kürze:

  • Tennis-Einlagen bieten gezielte Stabilität im Vorfußbereich und unterstützen schnelle Antritte, Stopps und Richtungswechsel.
  • Die stabile, wenig nachgiebige Konstruktion ermöglicht eine direkte Kraftübertragung auf den Boden.
  • Seitliche Führungselemente verbessern den Halt bei schnellen Seitwärtsbewegungen und können das Risiko des Umknickens reduzieren.
  • Jede Einlage wird individuell auf die Fußform, die Belastungsverteilung und das Bewegungsmuster des Sportlers abgestimmt.

Besondere Anforderungen an den Vorfuß

Beim Tennis stehen spontane und explosive Richtungswechsel mit kurzen Sprints und harten Bremsbewegungen im Vordergrund. Schaut man sich Tennisspieler während des Ballwechsels an fällt auf, dass die Athleten die überwiegende Zeit auf dem Vorfuß stehen. Die Ferse ist kaum unter Last. Der Spieler steht in einer aktiven Position, um jederzeit explosiv beschleunigen, abbremsen oder die Richtung wechseln zu können. Der Rückfuß spielt dabei eine deutlich geringere Rolle als bei anderen Sportarten. Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt unserer Tennis-Einlagen im Vorfußbereich. Die Versorgung wird gezielt auf die Belastungen abgestimmt, die bei seitlichen Bewegungen, Antritten und Stopps entstehen.

Maximale Kraftübertragung ist wichtiger als Polsterung

Viele Sporteinlagen werden mit zusätzlicher Dämpfung beworben. Für Tennisspieler wäre Polsterung sogar nachteilig. Bei Sportarten mit explosiven Bewegungen müssen die vom Fuß ausgehenden Kräfte direkt auf den Boden übertragen werden. Der Richtungswechsel oder die Bewegungseinleitung entstehen durch die vom Boden entgegengebrachten Bodenreaktionskräfte.

Was Bodenreaktionskräfte sind

Zum Verständnis müssen wir zunächst klären, was Kräfte sind. Kraft (F) setzt sich aus der Masse des Körpers (m) und einer Beschleunigung (a) zusammen.
Es ergibt sich die Berechnung

F=m*a

Eine Körperwaage zeigt, wie der Name schon sagt, das Körpergewicht an. Was sie jedoch misst, sind Kräfte, nicht das Gewicht. Das kann jeder einfach selbst testen: Macht man auf einer Waage Kniebeugen, so ändert sich die Gewichtsangabe während der Bewegung, obwohl das Körpergewicht sich nicht ändert.


watlergo Körpergewicht

Die Waage zeigt das Körpergewicht nur dann akkurat an, wenn man still auf ihr steht. Über ein ausgeklügeltes System wird die Kraft anhand der Dehnung der verbauten Federn in der Waage gemessen. Damit kenn die Waage die Kraft F, die in diesem Fall als Körpergewichtskraft Fg bezeichnet wird. Fg ist also durch die Messung bekannt. Die Beschleunigung a ist ebenfalls bekannt, auf der Erde sind das 9,81m/s², die sogenannte Erdbeschleunigung. So kann die Masse m berechnet werden. Im Weltall beispielsweise existiert diese Erdbeschleunigung nicht, daher ist man dort Schwerelos, dort ist a=0.

Was das mit Tennis-Einlagen zu tun hat

Um beim Tennis eine Bewegung einzuleiten, muss man beschleunigen. Wird die Beschleunigung größer, werden entsprechend obiger Erläuterung auch die wirkenden Kräfte größer. Bleibt dran, wir haben es gleich Der Körper übt also auf den Boden gewisse Kräfte aus, die je nach Beschleunigung in der Größe variieren. Der Boden MUSS dem Körper eine Reaktions-Kraft in gleicher Höhe entgegensetzen (FR). Wäre das nicht so, würde der Athlet im Boden versinken. Fg=FR

waltergo Gewichtskraft vs Bodenraktionskraft

Man bricht in dünnem Eis ein, weil der Untergrund diese Reaktions-Kraft nicht aufbringen kann.

Weiche Materialien geben unter Belastung nach, der Fuß sinkt ein und die wichtigen Bodenreaktionskräfte werden gedämpft. Ein Teil der eingebrachten Kraft geht dadurch verloren, bevor sie auf den Boden übertragen werden kann. Sobald der Athlet beschleunigen oder die Richtung wechseln möchte, benötigt er eine möglichst direkte Verbindung zwischen Fuß und Untergrund um die Kräfte voll nutzen zu können. Auch Tennis-Schuhe sind aus diesem Grund im Vergleich zu Laufschuhen kaum gedämpft. Deshalb steht bei Tennis-Einlagen nicht die Polsterung im Vordergrund. Ziel ist eine stabile Plattform, über die Kräfte möglichst verlustarm übertragen werden können.

Auch Tennis-Schuhe sind aus diesem Grund im Vergleich zu Laufschuhen kaum gedämpft.

Deshalb steht bei Tennis-Einlagen nicht die Polsterung im Vordergrund. Ziel ist eine stabile Plattform, über die Kräfte möglichst verlustarm übertragen werden können.

Mehr Stabilität bei seitlichen Bewegungen

Beim Tennis gehören Permanente Seitwärtsbewegungen zum Spiel. Um diese Bewegungen zu unterstützen, verfügen unsere Tennis-Einlagen über gezielt ausgeformte Erhöhungen im Innen- und Außenrandbereich des Vorfußes.

Diese Elemente erfüllen zwei Aufgaben:
• Stabilisierung des Fußes bei lateralen Bewegungen
• Verbesserung der Kraftübertragung bei Richtungswechseln

Der Fuß erhält dadurch zusätzlichen Halt, wenn hohe Querkräfte auftreten. Bewegungen nach rechts und links können kontrollierter und kraftvoller ausgeführt werden.

waltergo seitliche Stabilität

Geringeres Risiko für Umknicken

Ein erheblicher Teil der Verletzungen im Tennis entsteht durch Umknicken des Sprunggelenks.
Besonders kritische Situationen entstehen bei schnellen Richtungswechseln, wenn ein Spieler seitlich in einen Ball hineinarbeiten muss. Bei der Stop-Bewegung entstehen Drehmomente, die zum Umknicken führen.

Was Momente sind

Ein Moment (M) tritt auf, wenn Kraft (F) auf einen Hebelarm (r) trifft. Die Angabe erfolgt in Newton-Metern (Nm).

M=F*r

Auch hierzu ein einfaches Beispiel. Ein Lenkrad dreht sich nur, wenn die Kraft am Drehpunkt vorbeiführt. Die rote Linie im Bild unten zeigt die Distanz zu diesem Drehpunkt (r), die in Metern angegeben wird (m). Das Ergebnis ist ein Drehmoment (M).

waltergo Drehmoment

Was das mit Tennis-Einlagen zu tun hat

Die seitlichen Führungselemente der Einlage erhöhen die Stabilität des Fußes innerhalb des Schuhs. Dadurch wird die Gefahr eines Supinationstraumas reduziert, da das Sprunggelenk bei seitlichen Belastungen besser geführt wird, indem der Hebelarm (r) möglichst weit verringert wird. Der Drehpunkt ist in diesem Fall das Sprunggelenk, die Kraft wird durch die seitlichen Erhöhungen direkt durch dieses Drehzentrum geleitet, wodurch der Hebelarm möglichst gering und dadurch das Drehmoment verringert wird. Auch hierbei ist es wichtig, dass die Einlage stabil und nicht weich ist. In weiche Materialien sinkt der Fuß ein, wodurch ein Hebelarm verstärkt wird, was wiederum zu höheren Momenten und erhöhter Verletzungsgefahr führt.

waltergo ohne Einlage vs mit Einlage

Die Einlage ersetzt keine Muskulatur und kein Koordinationstraining. Sie kann jedoch dazu beitragen, kritische Bewegungen besser zu kontrollieren, indem auftretende Momente verringert werden.

waltergo Einlage nach Sportart

Nicht jede Sportart benötigt dieselbe Einlage

Eine Tennis-Einlage ist eine hoch spezialisierte Versorgung. Sie wurde für Sportarten entwickelt, die ähnliche Belastungsprofile aufweisen:
• Tennis
• Padel
• Badminton
• Pickleball

Gemeinsam haben diese Sportarten schnelle Richtungswechsel, hohe Querkräfte und eine starke Vorfußbelastung. Für Laufsportarten sind solche Einlagen dagegen nicht geeignet. Die Bewegungsmuster unterscheiden sich grundlegend und erfordern andere biomechanische Lösungen. Auch Volleyball stellt andere Anforderungen an die Versorgung. Obwohl sich der Bewegungsraum teilweise ähnelt, spielt dort die Sprungbelastung eine wesentlich größere Rolle. Daher werden für Volleyball andere Versorgungskonzepte benötigt.

Jede Versorgung basiert auf biomechanischen Daten

Kein Tennisspieler bewegt sich exakt wie ein anderer.
Deshalb entsteht die Einlage nicht nach einem Standardschema. Grundlage sind die individuellen biomechanischen Gegebenheiten des Sportlers, die anhand einer Ganganalyse ermittelt werden können.
In die Entwicklung fließen unter anderem ein:

• Fußscan
• Fußform
• Belastungsverteilung
• Bewegungsmuster
• Körpergewicht
• sportliche Anforderungen

Auf Basis dieser Daten wird die Einlage individuell ausgearbeitet und auf den späteren Träger abgestimmt.

 

Fazit: 

Eine Tennis-Einlage soll den Fuß ausdrücklich nicht weich betten. Ihre Aufgabe besteht darin, den Spieler bei den typischen Belastungen des Tennissports zu unterstützen. Der Fokus liegt auf Vorfußstabilität, direkter Kraftübertragung und kontrollierten Richtungswechseln.
Dadurch können Bewegungen effizienter ausgeführt und gleichzeitig kritische Belastungen des Sprunggelenks reduziert werden.
Für Tennisspieler, die regelmäßig trainieren oder auf Wettkampfniveau spielen, kann eine biomechanisch entwickelte Einlage deshalb ein wichtiger Bestandteil ihrer sportlichen Ausrüstung sein.

 

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