Knick-Senkfuß vs. Senk-Spreizfuß

Alissa Walter

Senk-Spreizfuß vs. Knick-Senkfuß: Das sind die Unterschiede

Fußfehlstellungen früh erkennen und Beschwerden gezielt vorbeugen

Viele Menschen leiden unbemerkt unter Fußfehlstellungen wie dem Senk-Spreizfuß oder Knick-Senkfuß. Anfangs zeigen sich nur leichte Beschwerden, die oft als harmlos abgetan werden. Mit der Zeit können sich diese jedoch verstärken und zu Schmerzen in den Füßen, Knien oder sogar im Rücken führen, was die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt.

Hinzu kommt, dass Fehlstellungen nicht nur die Statik des Körpers verändern, sondern auch das Gangbild beeinflussen. Dadurch entstehen Fehlbelastungen, die langfristig weitere Beschwerden begünstigen können. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf Warnsignale zu achten und die Ursachen zu erkennen. Denn mit der richtigen Unterstützung, gezielten Maßnahmen und passendem Schuhwerk lassen sich viele Beschwerden effektiv lindern und die Fußgesundheit nachhaltig verbessern.


Senk-Spreizfuß vs. Knick-Senkfuß


Fußfehlstellungen werden häufig miteinander verwechselt – besonders der Senk-Spreizfuß und der Knick-Senkfuß. Obwohl beide ähnliche Ursachen haben können und oft auch gleichzeitig auftreten, unterscheiden sie sich deutlich in ihrer Ausprägung und den betroffenen Fußbereichen. Ein genauer Blick hilft, die eigene Situation besser zu verstehen und gezielt zu behandeln.



Was ist ein Senk-Spreizfuß?

Beim Senk-Spreizfuß handelt es sich um eine Kombination aus einem abgesenkten Längsgewölbe und einem abgesunkenen Quergewölbe im Vorfuß. Dadurch verliert der Fuß seine natürliche Stabilität, insbesondere im vorderen Bereich. Die Mittelfußknochen weichen auseinander, was zu einer verbreiterten Fußform führt.

Typisch sind Beschwerden im Vorfuß, vor allem Schmerzen im Bereich der Fußballen. Viele Betroffene klagen über ein Brennen unter dem Fuß oder über vermehrte Hornhautbildung. Auch Druckstellen entstehen häufiger, da sich die Belastung ungleichmäßig verteilt.


Was ist ein Knick-Senkfuß?


Der Knick-Senkfuß betrifft ebenfalls das Längsgewölbe, geht jedoch noch einen Schritt weiter. Hier sinkt das Fußgewölbe nicht nur ab, sondern die Ferse kippt zusätzlich nach innen. Diese Fehlstellung verändert die gesamte Beinachse und wirkt sich auf Knie, Hüfte und Rücken aus.
Charakteristisch ist eine sichtbare Fehlstellung der Ferse, die nach innen knickt. Betroffene verspüren häufig Schmerzen an der Innenseite des Fußes oder im Knöchelbereich. Auch ein unsicheres Ganggefühl kann auftreten, da die Stabilität des Fußes beeinträchtigt ist.


Die wichtigsten Unterschiede


Der größte Unterschied liegt im betroffenen Bereich des Fußes. Während beim Senk-Spreizfuß vor allem der Vorfuß und das Quergewölbe betroffen sind, steht beim Knick-Senkfuß die Fehlstellung der Ferse und des Rückfußes im Vordergrund.

Auch die Beschwerden unterscheiden sich. Beim Senk-Spreizfuß treten die Schmerzen meist im Bereich der Fußballen auf, während beim Knick-Senkfuß eher die Innenseite des Fußes sowie das Sprunggelenk betroffen sind. Zudem hat der Knick-Senkfuß oft stärkere Auswirkungen auf die gesamte Körperhaltung.


Behandlung und Unterstützung


In beiden Fällen spielen orthopädische Einlagen eine wichtige Rolle. Sie sind hilfreich, da sie dem Fuß den nötigen Halt geben und die natürliche Fußform unterstützen. Dadurch kann die Belastung besser verteilt und Beschwerden können reduziert werden.

Ebenso wichtig ist das richtige Schuhwerk. Schuhe mit einer breiten Zehenbox, wie sie beispielsweise von Altra oder Bär angeboten werden, bieten den Zehen ausreichend Platz und unterstützen eine natürliche Fußstellung. Dies ist besonders beim Senk-Spreizfuß entscheidend, da der Vorfuß entlastet wird. Zusätzlich sollte die Fußmuskulatur gezielt gestärkt werden, um die Stabilität langfristig zu verbessern. Übungen, Barfußlaufen auf natürlichen Untergründen und bei Bedarf physiotherapeutische Maßnahmen können hierbei unterstützen.

Fazit: 

Sowohl der Senk-Spreizfuß als auch der Knick-Senkfuß sind weit verbreitete Fußfehlstellungen, die jedoch unterschiedliche Bereiche des Fußes betreffen. Während beim Senk-Spreizfuß der Vorfuß im Fokus steht, betrifft der Knick-Senkfuß vor allem die Fersenstellung und die gesamte Beinachse.

Eine frühzeitige Erkennung und die richtige Behandlung, insbesondere durch unterstützende Einlagen, geeignetes Schuhwerk und gezielte Übungen, können helfen, Beschwerden zu lindern und langfristige Folgen zu vermeiden.

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